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Poetry of Chaos

Reviews

Powermetal.dedeutsch

MEMBARIS aus Hessen sind seit 1999 als Band aktiv. Musikalisch haben sie sich ganz dem skandinavischen Black Metal verschrieben. Auf der einen Seite scheinen sie mitzuschwimmen im Fahrwasser von EMPEROR, GORGOROTH und NAGLFAR. Woraufhin sich die Frage stellt, wozu es des x-ten Klons dieser Bands bedarf.

Auf der anderen Seite gehen MEMBARIS unwahrscheinlich frisch und energisch an ihre Sache. Auf ihrem Debütalbum "Poetry Of Chaos" finden sich überraschend eigenständige Ideen, besonders wenn sich die Musik in etwas stillere Gefilde begibt. Obendrein erscheinen die Songs sehr persönlich, was der Band hoch anzurechen ist und einen tiefen Eindruck hinterlässt. Sie beweisen an so mancher Stelle echten Mut, die Dimensionen ihrer Instrumente auszureizen, wild drauflos zu schreien und allen Weltschmerz in gar satanischer Weise herauszubrüllen. In dem grundsätzlich aggressiven Black Metal sind zum Teil regelrecht originelle Soli zu finden. Dadurch gerät "Poetry Of Chaos" zu einer auch für Heavy-Metal-Fans interessanten Mixtur.

Das Intro zu "Poetry Of Chaos" klingt dafür erst einmal wenig vielversprechend. Eine simpel intonierte Keyboardline plätschert recht monoton zunächst in düsterem Moll, dann erschreckend fröhlich in Dur dahin.

Ganz anders 'Planetary Rites (Deflowering The Christian Whore)': Plötzlich brausen satte Rhythmusgitarren in ungehemmter Schnelligkeit auf, es folgt Stille, dann geht es in der zweiten Hälfte umso brachialer zur Sache. Insgheim wird hier eine echte Orgie im besten EMPEROR-Stil zelebriert. Dazu gesellt sich enthemmtes Growling. Der Song hat Power, ist verdammt schnell und weist über seine sieben Minuten hinweg keine Schwachstelle auf. MEMBARIS beweisen, dass sie spielen können.

Sehr heavy beginnt das etwas kürzer geratene 'Silence', welches ebenfalls Geschwindigkeit nicht scheut und wie ein Zyklon alles Materielle in sich hineinzusaugen scheint, bis nur noch die Stille im Zentrum des Wirbelsturms übrig bleibt. Hier schimmert wie ein Kristall die Akustikgitarre durch. Sie bildet einen bizarren Kontrast zu der Keifstimme des Sängers Kraal, der leidenschaftlich faucht: "Silence, the sweet taste of evil ..." Die Ruhe währt nur kurz. Wilde Gitarren- und Drumwirbel wehen die Stille fort.

Noch einen Zacken schneller stürmt 'Where No Light Exists' voran, das gespickt ist mit ein paar fetten Breaks, catchigen Leads, groovigen Midtempoparts und chaotischen Gitarrenwinden. Es scheint, als hätten sich MEMBARIS in den ersten beiden Songs erst warm gespielt, um nun richtig loszulegen. Wo kein Licht, da auch keine Grenzen - der Song wird dieser These sowohl spielerisch als auch lyrisch gerecht. Zusammen mit 'As The Ancient Returned' und 'Suicidal Melancholy' ist es das stärkste Stück auf "Poetry Of Chaos".

Ruhig und bedacht leitet eine Akustikgitarre das langsam wachsende 'As I Reached The Throne Of Eternity' ein, welches mit regelrechten Ausnahmesoli glänzt. Die Ewigkeit scheint in diesem Stück in erster Linie in trauriger Melancholie zu bestehen. Manchmal sind solche Instrumentale ja eher nervige Lückenfüller. Dieses hier weist allerdings ein paar Ideen auf, die ausbaufähig sind.

Im finstersten GORGOROTH-Stil poltert 'Under Sign (Of Satan)' los. Hier werden wieder ungezügelt die Gitarrenhälse rauf und runter bearbeitet. Dieser Song ist wohl der dunkelste auf "Poetry Of Chaos". MEMBARIS lassen den satanischen Spirit norwegischer Helvete-Tage wieder aufleben. Simple, aggressive, tiefgestimmte Gitarren und wirklich wütendes Drumming machen fühlbar, welches Feuer einst im norwegischen Untergrund loderte. Der Schluss erinnert ein wenig an ENSLAVED in frühen Tagen.

Mit 'As The Ancient Returned' gelingt MEMBARIS ein vor Kraft fast übersprudelndes Stück Schwermetall, das ultraschnell gespielt ist. Es sind auch Thrash-Metal-Einflüsse heraus zu hören. Kraal brüllt wie ein Schwein, die Gitarren und Drums kennen kein Halten mehr. Hammer!

'Suicidal Melancholy' verfällt glücklicherweise nicht in träge Selbstmordjammerstimmung, sondern zelebriert den eigenen Todestrieb in gar majestätischer Weise. Die Melancholie mutiert zur nicht enden wollenden Elegie der Kraft aus scharfen Gitarrenriffs und -soli. Yeah! In der zweiten Songhälfte scheint die Gitarre fast zu weinen wie bei DISSECTION. Das direkt darauf folgende tiefe Gekeife erinnert hier ebenfalls ein bisschen an die schwedischen Todesmetaller. Vermengt mit dem ultimativen DARKTHRONE-Feeling, kann man den Tod kaum eindrucksvoller vertonen. Ein plötzlicher Wandel der Stimme in klaren Gesang bricht auf einmal damit. Und Wunder - Kraal hat Stimme! Das Klavier an dieser Stille erscheint genau richtig platziert.

'Glorious Times' ist eine Art Pagan/Black-Metal-Hymne, rückgewandt hin zu den sogenannten guten alten Tagen des Black Metal. Hier wird vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, schließlich waren Euronimus und Konsorten auch nur Menschen, die zusammen einfach einzigartige und nicht reproduzierbare Musik geschrieben haben. Das ganze Umfeld um den Helvete-Shop und die Stimmung zu dieser Zeit waren eben einmalig. Jeder Versuch, diese zu wiederholen, muss einfach scheitern. Das Einzige, woran man sich ein Beispiel nehmen kann, ist der Mut dazu, das zu tun, wonach einem der Sinn steht, bzw. Kaltschnäuzigkeit gegenüber Zweiflern und lauwarmen Charakteren an den Tag zu legen. Das scheint bei MEMBARIS der Fall zu sein. Diser Spirit spricht aus ihrer Musik.

Sicher weist die Produktion nicht die Qualitäten anderer aktueller Black-Metal-Veröffentlichungen auf. So klingt das Schlagzeug zum Teil etwas blechern. Die Gitarren könnten klarer aus der Box wuchten. Aber für ein Debüt ist das Resultat beachtlich. Mit "Poetry Of Chaos" ist MEMBARIS eine beachtenswerte und interessante Scheibe gelungen, die beeindruckend bissig an der Substanz des Black Metal nagt. Auch sollte man sich vom Titel nicht in die Irre führen lassen. Poetisch geht es nur bedingt zur Sache, im Vordergrund stehen dann doch eher die sinistren und unverwüstlichen Kräfte des Chaos. Ironischerweise steht am Ende von "Poetry Of Chaos" der Song 'Cosmic Healing', ein in Keyboardmelodien verpackter Abgesang auf die vorangegangenen Songs. Am Schluss bleibt wohl nichts als schwarze Leere.

Anspieltipps: Where No Light Exists, Under Sign (Of Satan), As The Ancient Returned, Suicidal Melancholy

Wiebke Rost

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Myrrthronthdeutsch

Zwei Jahre nach dem Demo "When Darkness Reigns" erscheint 2004 also das offizielle Labeldebut der 4 Metaller von Membaris. Und die Zeit, die die Jungs in dieses Werk investiert haben, hat sich definitiv bezahlt gemacht.

Nach einer kurzen, schlicht "Intro" bezeichneten, Einleitung, überraschen Membaris mich als erstes mit einem, für Black Metal Verhältnisse ungewöhnlich fetten Sound, der aber keineswegs stört, sondern richtig gut zur Musik passt. Denn bereits im ersten Track "Planetary Rites (Deflowering The Christian Whore)" wird deutlich, dass die Einflüsse aus dem Todes Metal à la Uncle Sam zugenommen haben. Allerdings sehe ich das durchaus positiv, da die Musik dadurch weitaus brutaler und auch abwechslungsreicher wird. Und so wechseln sich schnelles Black Metal Geprügel mit schweren langsamen Death Metal Passagen ab, dass es ein wahre Freude ist. Dazu dann noch das fiese Organ Kraals und fertig ist der optimale Opener. "Silence" wiederum steht dann im totalen Gegensatz zu seinem Titel, da hier zu Beginn erst mal ordentlich der Knüppel aus dem Sack geholt wird und ein schneller Part den nächsten jagt, wobei gerade hier deutlich wird, dass sich Obscurus an den Drums erheblich hat steigern können. Diese sind nämlich weitaus präziser und technisch versierter als beim Demo und auch die Breaks sind richtig gut getimed. Zur Mitte des Liedes wird der Hörer dann doch noch von der Stille erfasst, denn auf das Chaos vom Anfang folgt ein ruhiger, melancholischer Teil, nur spärlich instrumentiert und von eindringlichem Gekrächz begleitet. Allerdings trügt der Schein, denn bereits nach einer Minute, in der man sich in Sicherheit dachte, wird man wieder dem Chaos ausgesetzt und von den schnellen Gitarren weitergetrieben, dorthin "Where No Light Exists". Auch in diesem Lied wird einem keine Atempause gewährt, sofort wieder rasendes Drumming und klirrende Gitarren, die sich in dein Hirn hineinsägen. Allerdings wirkt das Ganze nie langweilig, da die Band ständig Breaks und Tempowechsel einbaut, ohne, dass etwas vom Fluss des Songs verloren gehen würde. Auch in diesem Lied findet man die gesamte Bandbreite des Black Metal: von extrem schnellen Dark Funeral-Parts bis zu trostlosen, depressiven Zwischenspielen die man eher von Frühwerken der werten Herren Vikernes oder Nagell kennt.

Allerdings kopieren die Westerwälder keineswegs, sie nehmen die Inspiration, die sie von besagten Bands sicherlich erhalten haben und kreieren daraus etwas Eigenständiges, wobei sie den Hörer immer wieder zu überraschen wissen. So geschehen in "As I Reached The Throne Of Eternity", welches ein ruhiges Akustikzwischenspiel darstellt und nach den schnellen Songs vom Anfang eine willkommene Verschnaufspause. Und die Musik lässt tatsächlich Bilder eines Kriegers, der nach langem Kampfe heimkehrt und seinen Thron besteigt, in mir aufkommen. Und während man dieser Szene noch nachhängt, wird man bereits vom nächsten Angriff überrollt, der in Form von "Under Sign (Of Satan)" nicht lange auf sich warten lässt. Auch hier spielt die Truppe wieder alle ihre Stärken aus, von herrlich ursprünglich klingenden Gitarren, über das richtig gute Drumming, den im Hintergrund hämmernden Bass bis zum wahnsinnig kreischenden Sänger, wird hier, wie auch auf der restlichen CD, alles geboten, was das Black Metal Herz begehren sollte.

Auch in den Texten, die übrigens alle im sehr schön gedruckten Booklet enthalten sind, nehmen die Jungs kein Blatt vor den Mund und lassen uns an ihren Gedanken teilhaben. Und dass diese nicht gerade denen eines PBC-Wählers entsprechen, dürften Titel wie "Under Sign (Of Satan)" wohl klar machen. Aber auch wenn mancher beim Lesen der Texte meint, vieles schon mal gehört zu haben, so muss ich dennoch sagen, das keine anderen Texte zu dieser kriegerischen Musik passen würden und man selbige auch gut auf die Musik zugeschnitten hat, "Poetry Of Chaos" eben! Einziger Kritikpunkte wären einige Grammatik und Ausdrucksfehler im Englischen, aber das verringert den Hörgenuss keineswegs.

So bleibt mir am Ende nur noch zu sagen, dass die Band ihr gutes Demo noch einmal locker toppen konnte und dass sie mit diesem Werk, für mich, zu den hoffnungsvollsten deutschen Newcomern zählt!

8,5/10 Odium

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Legacydeutsch

Darkbound, wer war das noch gleich - ach ja, das Label, das so viel Wert auf die Meinung unseres werten Heftes legt, dass sie nach meinem Verriss ihres grottigen Samplers gleich mal Suizidvorhaben kompensieren mussten, indem sie eine reizende Anti-Hymne auf mich komponierten und veröffentlichten. Danke noch mal für diese Ehrbezeugung, hehe. In Gedenken an ihren grottigen ersten Label-Sampler gleich mal in Defensivhaltung, verwundert es dann umso mehr, dass MEMBARIS nicht das Bedürfnis erwecken, sich in einem vier Meter tiefen Loch zu verscharren, um ihrem musikalischen Schaffen zu entgehen. Stattdessen legt die deutsche Band hier eine recht gefällige Attacke rohen Black Metals vor, die entgegen der sonstigen Darkboundīschen Produktionstätigkeit sogar in einem Sound daherkommt, der es einem ohne Probleme möglich macht, dem Liedgut inklusive aller vertonten Facetten zu folgen. Dies tut man auch recht gerne, da die vier Mannen hier ein Album veröffentlichen, das in angenehmer Variation zwischen schwarzmetallischer Rohheit und düster-stimmungsvollen Passagen wechselt und es dadurch schafft, sowohl die nötige Aggression zu vertonen wie auch eine angenehm unerfreuliche Stimmung zu kreieren. Der Gesang bleibt recht einheitlich im Bereich des heiser- aggressiven Black-Geschreis, was aber der Variation keinen Abbruch tut, da diese vor allem durch den Wechsel zwischen brutaler und melancholischer Atmosphäre erzielt wird. Einziges Manko ist hier lediglich, dass MEMBARIS dazu neigen, die atmosphärischen Zwischenpassagen teilweise etwas zu sehr auszureizen und dabei dem Album durch die überlange Vertonung ruhiger Klänge etwas von seiner rohen Wut zu nehmen. So ist "Poetry Of Chaos" zwar insgesamt kein Überflieger, aber ein durchweg solides Album, das gekonnt Stimmung kreiert, zwar noch einen Schwachpunkt in Hinblick auf die überlangen Zwischenspiele aufweist, aber insgesamt der Band sicher das Zeugnis ausstellt, dass Anhänger des rohen Black Metals sie auf jeden Fall im Auge behalten sollten.

10/15 Diana Glöckner

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Metallkatharsisdeutsch

"Where no light exists, all is darkened by clouds an shadows"... Über eben diese Wolken scheint man am Anfang von "Poetry of Chaos" zu schweben. Absolut klassisch beginnt das Debüt der 4 Hessen. So kommt man in die Versuchung sich, ob der sanften Klavierklänge, fallen zu lassen. Macht nur, ihr werdet schon sehen wie stramm ihr wieder steht, wenn "Planetary Rites" erstmal losgeht.

Ungezügelt lassen Membaris ihrer Leidenschaft freien Lauf. Leidenschaft in erster Linie für Black Metal der älteren Schule, und desweiteren noch für ausgeklügelte Melodien. So schafft man es leichtfüßig auf dem schmalen Grad zwischen (leicht thrashigem) Geknüppel, "Old School Black Metal" und Melodie zu balancieren.

Eine sehr große Rolle spielen hierbei die Gitarren. Wahnsinn, was da so manches Mal für Melodien glänzen. Die Saiten werden nicht selten zum Glühen gebracht, denn Tempo scheint Membaris ab und zu nicht genug zu sein, man gibt sich der grenzenlosen Raserei hin, nur um das Ganze in getragenere Sphären zu drängen, um wenigstens mal kurz zu verschnaufen.

Schlagzeuger Obscurus möchte da natürlich nicht hinten an stehen und scheint die Saitenquäler zu verfolgen. Wenn man denkt, dass Membaris sich in Geknüppel verlaufen, dann irrt man ganz gewaltig. Die 4 Burschen halten zu jeder Zeit die Zügel in der Hand, und sind sich auch nicht zu schade in all diesen Orgien genügend Details zu verstecken. Allein was Obscurus da mit seinen Sticks treibt würde mich interessieren. Ich bin ehrlich gesagt ganz heiß mir das mal anzusehen. Fetischisten werden an diesem Schlagzeugspiel auf jeden Fall ihre Freude haben.

Wir haben das Fundament: Eine Saitenfraktion, welche durch schnelles und abwechslungsreiches Spiel auffällt und einen Trommler welcher auf seine Gliedmaßen nicht unbedingt wertlegt. Was fehlt uns zum Glück? Ganz genau, wir benötigen noch einen Schreihals, welcher Gift auf der Zunge hat, genügend Vielfalt aufweisen kann und dies mit Hass hinausspeit. All dies hat Kraal, und deshalb ist er bei Membaris auch so gut aufgehoben. Seine Stimme ist enorm kraftvoll, ödes Gekreische wird man nicht finden. Kraal balanciert sein Stimmchen immer zwischen fast tiefen Vocals und etwas höher angesetzen "Kreischversuchen", bei Farben würde man Mitteltöne sagen, hehe. Mit jeder Strophe scheint er ein "Ach leckt mich doch!" sagen zu wollen. Sprich: Sein Organ ist richtig schön dreckig, manch ein Banause würde auch "abgefuckt" sagen, dafür bin ich mir nun aber viel zu schade.

Die elektronischen Untermalungen (Synthies) wurden zudem so geschickt unter die ganzen Kompositionen gemischt, dass ich diese gar nicht so recht wahrnehme. Sicher, den Anfang und das Ende haben diese in fester Hand, und so kommt man in den Genuss atmosphärischer Stücke. Intro, wie auch "Outro" (Cosmic Healing) wissen zu überzeugen. Bei Membaris erleben eben alle Musiker mal ihre Sternstunde.

Ich hätte mich eigentlich kaum mühen müssen die Musik Membaris' zu beschreiben, Darkbound taten dies schon sehr gut. Ich zitiere: "Das Resultat ist eine moderne Kombination aus Rohheit und Emotion - dies scheint konträr zu sein - Membaris beweisen das Gegenteil." Man könnte es fast nicht besser sagen.

Von dieser Truppe ist auf jeden Fall noch viel zu erwarten, und ich denke, dass sie uns nicht enttäuschen werden.

D.

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Hornburgenglish

This has been probably one of the best publications Iīve reviewed in this number of Hornburg.

It is Membaris, a band from Germany. Iīve noticed even before that their debut was praised in various UG magazines, but I had the opportunity to hear them only now. After the short introduction (which reminded me a lot of Summonings "Minas Morgul") "Poetry of Chaos" really started to live up to its name. This band can be compared with Setherials album "Nord" but still I think Membaris are way too original to be compared with any group. Their music varies, from most aggressive parts up to several very tranquil segments played by guitar. At times the music is more melodic, then it becomes very aggressive, depending on what kind of emotion is expressed by the music. The vocals are very good and fits the whole atmosphere nicely. You wonīt come across any keyboards inside the album even though you can hear them at the start and the end. Nonetheless, this is a very atmospheric album just like the albums used to be earlier. The cover of this album attracts anyone interested in black metal. Booklet consists of only four pages but still you can find all necessary information, the photos of all members of the group as well as the lyrics. Iīve personally had the chance to hear a few songs from the next album of Membaris and they sound really good so we can expect even better albums in the near future. Their real break-through is bound to come very soon.

8/10 Marko

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Death Metal Offspringdeutsch

"Poetry Of Chaos" - der Titel ist so passend gewählt, dass er eigentlich schon alles über die Mucke sagt, die uns hier von Membaris geboten wird. Die Schönheit des Chaos zeigt sich schon im vorangestellten Klavierintro "Intro", und zieht sich durch die ganze Scheibe, dass es für jeden Black Metaller eine wahre Freude ist! Poetisch, aber ungewöhnlich; scheinbar chaotische aber dennoch harmonische Akkordfolgen und unerwartete Wendungen, die das Album auch noch beim 100sten mal hören interessant machen, prägen die Musik auf "Poetry Of Chaos". Ihre kalte, triste und doch stimmige Atmosphäre erinnern an eine tristschöne Landschaft - wie sie auf der Rückseite des CD-Inlay zu sehen ist. Aggressiv-sphärische Parts wechseln ab mit still-verträumt-trist-sphärischen Parts, dahinpreschende, schwebende Black Metal-Riffs werden unterbrochen von langsamen, fast schleppenden Death Metal-Passagen, dann wieder gibt es Vermischungen, und im nächsten Moment ist man wieder im Glauben, ein astreines Black Metal-Album vorliegen zu haben... Das Chaos ist groß, die Umsetzung perfekt. Ein für Black Metal eher ungewöhnlich klarer, fetter Sound steigert den Genuss zwischem dem stimmigen Chaos der ungewöhnlichen, unvorhersehbaren Songstrukturen. Poetry Of Chaos - was soll ich dazu noch sagen?

Einfach geil!

Theresa

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Metal.dedeutsch

Eher recht schlicht kommt diese CD daher, was ersteinmal am zweifarbigen Cover liegt, aber auch der Name Membaris schindet nun nicht gerade den großen Eindruck auf mich. Doch sehr überrascht war ich, als ich mir "Poetry Of Chaos" das erste Mal einverleibte. Alleine das sehr atmosphärische Intro halte ich für sehr gelungen, obwohl es von der Instrumentierung doch eher sporadisch ausgefallen ist. Aber wer sagt denn, dass man alle Instrumente immer bis zum Anschlag aufdrehen muss? "Plenetary Rites (Deflowering The Christian Whore)" zeigt da aber gleich ein anderes Bild der hessischen Black-Metal-Combo, welches dem Musikstil dann doch gerechter wird, als das ruhige Intro. Da dürfen natürlich auch die klischeebeladenen Lyrics nicht fehlen und diese fallen nicht gerade in die Kategorie "besonders wertvoll", denn irgendwie hat man viele Formulierungen so oder so ähnlich schon irgendwo einmal gehört. Darauf sollte die Band beim nächsten Album vielleicht doch nocheinmal ein Auge werfen. An der Musik kann man aber wirklich nicht viel meckern. Es freut mich zu hören, dass Membaris ihren Weg gefunden haben und dies im Vergleich zum Demo "When Darkness Reigns..." doch merklich steigern konnten. Spieltechnisch braucht sich der Vierer wahrlich nicht zu verstecken. Auch bei der Produktion der Platte haben Membaris eine gute Mischung erzielt: Old-School-Feeling, aber dennoch eine ordentliche Soundqualität. So macht das Hören Spaß und lädt die CD auch ein auf Dauer in meinem Player zu verweilen. Dafür verantwortlich sind aber natürlich auch die Songs selbst, die, wie schon erwähnt, größeres Potential besitzen. Auch sehr schnelle Lieder, wie z.B. "Where No Light Exists" oder "As The Ancient Returned" werden interessant gestaltet und wirken auch bei einer Spielzeit von gut fünf Minuten überhaupt nicht langweilig. Zur Abwechslung sind auch ein paar ruhigere Stücke mit eingeworfen. Hier z.B. "As I Reached The Throne Of Eternity", welches sehr schöne Akustikgitarren beinhaltet. Insgesamt ist Membaris eine sehr gute Nachwuchsband aus Deutschland, die man im Auge behalten sollte. Wer die Truppe anchecken will, kann dieses für 8 Euro (plus 1,50 für P & V) unter oben genannter Adresse machen. Das Geld ist ohne Zweifel gut angelegt!

Proserpine

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Interviews

Legacydeutsch

Könnt ihr eure Bandhistory für unsere Leser kurz zusammenfassen?

Boreas: Ende 1999 gründeten Obscurus (Drums) und Kraal (Bass/Gesang) Membaris. Bei Sessions entstanden die ersten Songs welche sich durch ungezügelte Aggression und großartige, kalte Black-Metal Melodien auszeichneten. Kurze Zeit später stieß Boreas an der Gitarre hinzu und so ist die aktive, kreative Besetzung noch heute. Live haben wir einen Mitstreiter an der Gitarre.

Um 2000 kam es zur Aufnahme von "Forever Burning Flames". Ein Song mit dem wir den zweiten Darkbound-Sampler eröffneten. Kurz darauf nahmen wir mit einem grottigen 4-Spur Aufnahmegerät die alten Songs auf. So entstand das Demo "When Darkness reigns...".

2003 nahmen wir im "Rebellion Cave" unser Debut Album "Poetry of Chaos" auf.

Live teilten Membaris die Bretter mit Bands wie Kreator, Disillusion, Jack Slater, Fiend, Nocte Obducta, Agathodaimon, Ingurgigating Oblivion, Atlantis, Nonhumental und anderen. Nicht immer unsere Sparte, aber wir wollen Live spielen und die Black Metal- Szene ist hier in Hessen nun mal sehr schwach ausgebildet.

Ihr orientiert euch ja deutlich am alten Black Metal - warum ist es für euch wichtig, gerade dieser Zeit Tribut zu zollen?

Boreas: Gut, dass du das erkannt hast, der Sound geht ja eher in eine andere Richtung. Was unsere Passion für alten Black Metal angeht, sollte man sich einfach den Song "Glorious Times" anhören und den Text dazu lesen. Wir sind fasziniert von der ungezügelten Aggression und Bosheit dieser alten Releases. Trotzdem möchte ich hier betonen, dass wir keinen lauen Aufguss dieser Musik machen (solche Bands gibt es heute ja zu Tausenden). Membaris haben einen eigenen Spirit und der wird hoffentlich noch den einen oder anderen infizieren.

Obscurus: Man kann auf dem Album eine Entwicklung raushören, da Songs zu hören sind zwischen denen teilweise vier Jahre liegen.

Was soll Black Metal eurer Meinung nach im Hörer auslösen, an Gefühlen, Gedanken etc?

Boreas: Ich selbst bin besessen von Musik die den Weg zu meiner schwarzen Seele findet. Beim Black Metal hat das sicherlich was sehr triebhaftes, animalisches. Guter Black Metal ist überirdisch. Von Zeit zu Zeit schaffen das auch nicht-metallische Gruppen wie die Klangterroristen von Elend mit ihren alten Werken.

Kraal: Black Metal geht mit Hass, Trauer und den unsterblichen Gefühlen für die Natur einher. Er kehrt die andere Seite, das Unbewusste nach außen.

Auf mich wirkt es, als wäre es euch wichtiger, eine apokalyptische Atmosphäre zu erzeugen, denn nur musikalisch Aggressionen abzubauen - würdet ihr dem zustimmen und wenn ja, warum setzt ihr eure Priorität so?

Boreas: Du spielst sicher auf die "überlangen Zwischenspiele" an. Nun ich denke schon, dass wir sehr aggressive Musik spielen. Live oder bei der Probe wirkt das ganze immer noch etwas anders als auf CD. Das apokalyptische, atmosphärische Element ist insofern wichtig, da es die Musik eher in diese meditative Ecke rückt, wo Black Metal eigentlich auch hingehört. Die ganzen hyper-schnellen Bands werden irgendwann langweilig und verlieren den Spirit. Hör dir doch nur mal an was aus Marduk geworden ist !

Was sind die Hauptthemen eurer Texte?

Kraal: Ein wichtiges Element ist das Antichristentum. Vier von sieben Songs haben das zum Thema. Außerdem sind einige Texte satanisch. Hier geht es um die psychische Entwicklung des Menschen. Außerdem haben wir auch sehr persönliche Songs wie "Suicidal melancholy". Weiter will ich das auch gar nicht ausführen. Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen. Wir geben Anstöße zum nachdenken.

Bedingen sich Black Metal und Satanismus?

Nein.

Euer Label Darkbound hat ja gegenüber dem Legacy ein recht infantiles Benehmen an den Tag gelegt und zudem einige eher grottige Bands unter Vertrag - steht ihr hinter Darkbounds Labelpolitik oder zieht ihr eher euer eigenes Ding durch?

Boreas: Darkbound ist eine Black/Death-Metal Vereinigung die sich zum Ziel gesetzt hat Newcomer-Bands mit kostengünstigen Aufnahmen und gut organisierten Konzerten zu unterstützen. Man muss diesen Leuten attestieren, dass sie den Underground leben, bis zur letzten Konsequenz. Das heißt dann auch mal einen Song über Diana Glöckner machen und ihn veröffentlichen. Ich fand, dass das eine angemessene Reaktion auf deinen Verriss war. Man kann einen Redakteur nicht dazu zwingen die eigene Musik zu mögen, aber es muss legitim sein dieser großen Macht die in deiner Feder steckt etwas entgegen zu setzten. Was die "grottigen" Bands angeht, so kann ich dir überhaupt nicht zustimmen. Ich war letztes Jahr in Göttingen und habe Nonhumental und Atlantis live erlebt und muß sagen, das war eines der geilsten Black/Death-Metal Konzerte die ich bis jetzt gesehen habe. Ich kann dir nur empfehlen auf kommende Veröffentlichungen aus dem Hause Darkbound zu achten. Von altmodischen Black Metal wie Apocryphal (wo übrigens Obscurus die Vocals übernommen hat) bis hin zu einem neuen Album der spacigen Nonhumental steht einiges Interessantes an.

Was ist denn für die nahe Zukunft der Band geplant, irgendwelche Gigs etc in Aussicht?

Boreas: Wir haben jetzt unseren Proberaum verloren und müssen uns auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz begeben. Nebenbei nehmen wir in Eigenregie eine Vorabproduktion des kommenden Albums auf. Für Selbiges müssen wir dann noch ein geeignetes Studio finden. Die Musik wird noch mystischer, schwärzer, rauer und aggressiver. Hinzu kommt ein wenig Promo-Arbeit für das jetzige Album. Das wichtigste ist natürlich, weiterhin kreativ zu sein. Live steht im Moment nichts an.

Irgendwas essentiell wichtiges, das ich vergessen habe oder ein letzter Kommentar an unsere Leser?

Boreas: Ich möchte auf den Mailorder www.umtrunk-mailorder.de verweisen. Ein Underground-Black-Metal Mailorder ohne Versandkosten. Dort gibt es auch unser Debut zu bestellen. Ansonsten bekommt man es unter www.darkbound.net, der Seite unserer Brüder von Darkbound. Außerdem wollen wir natürlich Live spielen: Bands und Veranstalter können uns unter wotan@qraft.de kontaktieren.

Kraal: Denkt über das nach, was es möglich gemacht hat, dass ihr existiert und das euer Bewusstsein geboren hat und ihr werdet für immer leiden.

Diana Glöckner - Membaris

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Hornburg #5english

1. Please, if you could introduce the public with Membaris. You have release one full-length "Poetry of Chaos" and one demo record so far.

Boreas: Membaris is a german Black Metal act that was founded in the year 1999. The current line-up consists of Kraal (vocals/bass), Obscurus (drums) and Boreas (guitar). A former member called Misantropic is no longer in the band. For live events we have a second guitarist who belongs to the band Weird Fate.

We got in contact to Darkbound, a Black/Death-Metal brotherhood. Their goal is to provide undergound-metal bands with good organized concerts and cheap quality recordings.

We recorded the song "Forever burning flames" for their second Darkbound-sampler. This was our first studio experience. In the summer of 2002 we recorded our demo "When darkness reigns..." by ourselves on a 4-track recorder. The sound is very "unique". Sadly this piece of brutal Black Metal was limited to 50 copies, because we had to self-finance the demo.

We played some gigs. Especially the "Fun and Crust" festival is mentionable because we shared the stage with acts like Kreator or Samael.

In 2003 we made a contract with Darkboud. This was special because the guys behind Darkbound does not consider it to be a label. But we wanted to work with them due to their professional attitude. The album was recorded in four days. Less time for a full-length, but we are statisfied with the result. The sound is enormous for an underground production. We played several gigs with bands like Nocte Obducta, Jack Slater and Fiend. The best concerts were those at the Darkbound-camp.

We got in contact with german label Black Attack. We made a contract for the next output. Now we are waiting for the money to enter the studio.

2. How can you describe your debut "Poetry of Chaos"? I find there few elements of some well-known acts from Scandinavian scene like Setherial, immortal or even Gorgoroth. But, I think still you have something original to offer.

Kraal: The style of the music is melodic, brutal, depressive and at times melancholic

Boreas: Dark, mystic and melodic. We like the bands you mentioned. Especially Setherials "Nord". Thanks for the compliment.

3. You are all ready preparing new album, please add something about this forthcoming record.

Kraal: It will be harder, faster and more intensive. This is a cliché-answer, but thatīs the way it will be.

Boreas: The sound will be more brutal and the songwriting will have an even more dramatic alignment. Iīm raring to record this black metal opus.

4. Also, you have just signed to Black-Attakk. How did you get in contact with them? I have released that many bands from Germany are under this label. I supposed that they are very professional, are they?

Boreas: We sended an album and they liked it. We visited them and they gave us beer. When I was drunken I knew that we would sign the contract ; ). Serious: Itīs simply a good treaty.

At the moment I am a little bit disappointed, because they have not payed the money yet. So we canīt enter the studio and have to wait, wait, wait... this fucking sucks. The music is burning inside us and it wants to be recorded. It has to be released out of our souls. We have material for about four abums ! Sometimes I think Iīm getting insane when the album will not be recorded within two days. The music business sometimes works quite slow.

5. By the way, the first name of Black-Attakk was Epitaph then Last Episode. I have read in many underground 'zines before (especially in Eclipse Magazine now only label) that this was a label for German "stupid" bands like Mystic Circle. Could you comment this opinion?

Kraal: The image of this band is simply laughable. We were asked to play with them but we refused. We mean this music very seriously. We are no comedians !

Boreas: We want to express anger in an authentic way. We are authentic. The "artists" of this band you mentioned are more like actors in a theater. They are miles away from our mentality.

To Black Attack: I can not recommend any of their bands except Dark Fortress ("Stab Wounds") and Membaris of course !

6. I have watched, here in Belgrade, Mystic Circle some months ago, and I cannot understand them. They are one of the most stupid bands that I have ever seen so far. I donīt know but how do you look at them in Germany? I have heard that people start to make jokes and start to laugh when they are at the stage; is it true?

Boreas: Luckily I have never seen them live, but I think I would have laughed too.

7. You have used keyboards only for intro & outro, why? What is your standpoint about using this instrument in black metal or any other extreme metal genre?

Kraal: Me and Obscurus are quite conservative in our attitude. Keyboards should play a minor role in metal music. They have to fit to the music and boost the atmosphere but in the foreground are guitars, bass, drums and disgusting vocals.

Boreas: I like keyboards when they are used in an original way. We have no keyboarder. Thatīs why we barely use this instrument in our songs. Maybe there will be more keys on the upcoming album. The ingenuities use can elevate the music to a much darker dimension I think. Just listen to Lunar Aurora. They have a great keyboard-style.

Keyboards should not be seen as a necessary aspect of dark music. But it can be useful.

Sometimes Iīm under a spell of quality keyboard music like the mighty Elend.

8. Those keys that you have used for intro are remained me little bit on Summoning, have I right?

Obscurus: We have not thought about that but retrospectively you are maybe right. It reminds a little to this act.

9. Also, what is your opinion about using of acoustic guitars (and some other mainly ethno instruments) in black metal? Again, some would just say that this makes music sweeter (through I donīt agree with them)?

Kraal: It should not be used to much. But if these instruments fits the music and the atmosphere itīs ok, I think. I would not say that acoustic instruments in general make Black Metal "sweeter".

Boreas: Itīs all about your attitude. You can integrate acoustic instruments in an brutal and disgusting sound. If your attitude is right this will not transform your Black Metal art into "pussy metal".

10. Most of your lyrics have this satanic point (or even misanthropic). Why? Do you think that black metal groups can only deal with antichristian topics and hateful emotions? Can you agree with me that these themes become classical cliché and that black metal must search some other spheres of inspirations?

Kraal: Sometimes when I read some of the lunatic Membaris-lyrics of "Poetry of Chaos" I really wonder that this has arisen my brain.

Most of the lyrics, as well as the songs, are about four years old. They were written in my "satanic" period. After that I have gone through a further development. It can be described as an evolution of my mind. My point of view has changed due to psychological experiences. My new lyrics are visions, flakes from my thoughts about human being, dogma, nature and cosmos. I have left the satanic themes behind and reached a new dimension of lyrical creativity. Thatīs all I want to say about that.

Boreas: Iīm really bored about the satanic lyrics. In fact I never really had a clue about this theme. That was more the business of Kraal. I think Iīm more into philosophical stuff with a substantive connection to live. I also like fantasy. Music has to strain me out of the boring reality. The meditative process of listening to the dark arts rises me to the position of an artificer/creater. Confusing I know, but thatīs it.

11. You are running a small UG label Darkbound. Introduce us little more about you work at that field. Is it hard nowadays to have a record company?

Boreas: You seem to misanderstand something. The members of Membaris are not running this thing. As mentioned above, Darkbound is a metal brotherhood and no record company. It claims to maintain underground bands. We were the first act they made a small deal with. Great guys indeed. True Black/Death Metal armageddon and alcoholism. Greetings to our brothers in mind !

12. What are standards/propositions for some band/group to sign for you label Darkbound? Are you watch from where group comes (from which country, region) or you look/listen only music and maybe observe their ideology?

Boreas: I'm the wrong person to answer this. You can get in contact with them under www.darkbound.net. In fact they have worked with some foreign bands. There are no real prospositions I think. If they like your music they will maybe work with you. Itīs that simple.

13. If you have become popular would you sign for Nuclear Blast or Century Media? I mean some groups who play real extreme black metal (for example like Gorgoroth, Satyricon before) are on this record company.

Boreas: We will never get popular simply because this music is dead. There are too much bad bands out there. Second we would not sign such a deal cause we have not made good experiences with the "big buisness". I really appreciate the engagement of Whyrhd from Lunar Aurora. They had a lot of problems with the labels. He got fucked up and made his own small record company to release his music. Thatīs fascinating ! You donīt really need a company to record good music. Therefore we would not sign such a contract. You only get problems.

The dream of being a rockstar is an illusion. The hateful, dark and shocking experience of dark metal art is reality.

14. Please, could you write some of your best albums and bands that you have ever listen? Do you prefer to listen some older stuff from Venom, Bathrory and Celict Frost?

Obscurus: Everything from Abigor, At The Gates, Leviathan

Kraal: Everything from Leviathan (US), "Nord"-Setherial, "Under sign of hell" Gorgoroth

Boreas: Lunar Aurora: "Ars Moriendi", "Of stargates and bloodstained celestial spheres", Bethlehem: "Dictius te necare", Totenmond: "Fleischwald", Elend: "The Umbersun"

15. Do you prefer more CDs or LPs when it comes to black metal? I have recognized that LPs are more and more comeback.

Boreas: None of us is into vinyl because we have no LP-players. But I think that I can understand the intension and feeling behind this LP-thing. They radiate an enormous "spirit". Aside from that they simply look better than CDs.

16. Can you mention some live festivals in Germany (by your opinion) which are deducted to Underground? I have heard that Black Sun Open Air is quite interesting and few others.

Boreas: Party.San is a well organized Black/Death-Metal festival with notorious acts from all over the world.

Kaltenbach 2005 should also be interesting because I heard that Setherial and Lunar Aurora will perform live

17. From which part of germany are you from?

Boreas: We come from the federal state called "Hessen". It is located in the center of Germany. Next to it there is also the "Westerwald", a famous countryside. Membaris are quite often in these woods to feel the nature and forget the boring everyday occurrence.

18. Thy last words...

Boreas: Thanks to Marko for the interview. Since the Ablaze disappeared under these strange circumstances there are no more good magazines. Good luck for the future!

Marko - Membaris

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